24. Oktober 2012

EU skeptisch bei Browser-Auswahl für Windows 8

Die EU-Kartellwächter haben dem US-Konzern Microsoft schon Milliardenstrafen erteilt. Mit dem neuen Betriebssystem Windows 8 könnte die nächste Strafe anstehen.

Die Software für PCs und Tablets kommt am Freitag in die Läden. Die EU-Kommission sieht dabei wieder Probleme bei der Browser-Auswahl. Wettbewerbskommissar Joaquìn Almunia sagte in Brüssel, er habe Bedenken. Wer zum Beispiel einen Browser der Konkurrenz installieren wolle, dürfe davor nicht gewarnt werden, so wie es Microsoft offenbar plane.

Schon 2009 hieß es, Microsoft nutze seine Monopolstellung bei Betriebssystemen dazu aus, den Kunden den firmeneigenen Webbrowser Internet Explorer aufzudrängen. Die EU verpflichtete Microsoft deshalb, auch andere Browser zum Download anzubieten, was der Konzern auch tat. Diese Auswahl war nach einem Update allerdings eineinhalb Jahre deaktiviert. Deshalb ist nun eine Strafe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes möglich, das wären mehr als fünf Milliarden Euro.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)