25. Oktober 2012
Der Atlantik vor der US-Ostküste wird wärmer, und das könnte Folgen für Klima und Küsten haben.
Forscher der "Southern Methodist"-Universität in Dallas haben einen Bericht dazu vorgelegt. Das wärmere Wasser macht demnach den Meeresgrund vor South Carolina instabil. Denn durch den Temperaturanstieg könne sich aus Gashydraten Methangas lösen. Gashydrate sind Wassermoleküle, die das Treibhausgas Methan bei tiefen Temperaturen einschließen und konservieren. Werden sie warm, zerfallen sie und setzen das Gas frei.
Die Wissenschaftler haben nun mit Hilfe seismischer Wellen herausgefunden, dass dieser Prozess schon begonnen hat. Allerdings sei noch nicht klar, ob das freiwerdende Methan auch die Atmosphäre erreiche und wie viel Gas durch ähnliche Prozesse weltweit freigesetzt werden könne.
Die Forscher sehen außerdem die Gefahr, dass Kontinental-Hänge abrutschen könnten, weil das austretende Gas Hohlräume hinterlässt. Dadurch könnten auch Tsunamis ausgelöst werden.
DOI:10.1038/nature11528
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)