25. Oktober 2012
Der Internationale Radsportverband UCI sollte sein Personal austauschen.
Dieser Ansicht ist die ehemalige Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer, Sylvia Schenk. In einem Gastbeitrag in der "Süddeutschen Zeitung" schreibt sie, der UCI tue nach dem Fall Armstrong so, als ob alle Dopingprobleme in der Vergangenheit lägen und sich die Kultur im Radsport heute geändert habe. Eine neue Kultur mit altem Personal ist laut Schenk aber nicht möglich. Es müsse jetzt dringend untersucht werden, ob und welche führenden Personen des UCI in das Dopinggeschehen um Lance Armstrong verwickelt waren. Dem US-Amerikaner wurden alle Tour-de-France-Titel aberkannt, weil er so systematisch wie kein anderer gedopt haben soll.
Eine weitere Forderung Schenks: Sportärzte sollten nicht den Erfolg, sondern die Gesundheit der Athleten im Sinn haben. Deshalb dürften sie nicht weiter von den Sportteams beauftragt werden.
Im Radsport hat sich laut Schenk im Laufe der Jahre ein eigenes Rechtsbewusstsein entwickelt: Doping liege nur dann vor, wenn es eine positive Probe gebe. Verbotene Substanzen zu schlucken, sei aber Teil des Sytems.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)