25. Oktober 2012

"Lebende Kabel" im Meeresboden entdeckt

Sie sprechen von einer Revolution im Verständnis der Meeresboden-Biologie.

Wissenschaftler aus Dänemark und den USA haben nach eigenen Angaben erkannt, warum im Meeresboden Strom fließt, der nicht von Menschen gemacht ist.

Verantwortlich sind demnach winzige Bakterien, die sich in Ketten anordnen und als "lebende Kabel" Strom leiten. Ziel des Ganzen sei es, dass auch Bakterien in tieferen Sedimentschichten noch an Sauerstoff kommen. Der Sauerstoff werde ihnen über die Kabelleitung von den Bakterien in den oberen Schichten weitergereicht. Um diesen Austausch zu gewährleisten, lassen die Bakterien den Forschern zufolge Strom fließen. Gewonnen werde er durch die Aufnahme elektrisch geladener Teilchen aus dem Boden.

Nach Angaben der Uni Aarhus in Dänemark ist jedes einzelne Bakterium nur drei Mikrometer lang. Die Ketten, zu denen sie sich zusammenschließen, erreichten eine Länge von anderthalb Zentimetern.

DOI: 10.1038/nature11586

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)