25. Oktober 2012

Forscher entschuldigen sich: Doch kein Beweis für Zusammenhang zwischen Aspartam und Krebs

"Die Studie ist schwach, und es war voreilig, sie zu veröffentlichen."

Mit diesen klaren Worten haben Mediziner aus den USA eine Untersuchung über den Süßstoff Aspartam zurückgezogen. Das Brigham and Women's Hospital, ein Lehrkrankenhaus der Harvard-Universität, entschuldigte sich bei Journalisten dafür, dass sie ihre Zeit mit der Studie verschwendet hätten.

Die Studie war gestern in einem Fachmagazin erschienen. In ihr war der Konsum von Light-Getränken mit einem leicht erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht worden. Die Studien-Autoren, unter ihnen der renommierte Ernährungwissenschaftler Walter Willett, wiesen selbst darauf hin, dass es sich um eine schwache Korrelation handele. In diesem Stadium der Forschung könne sie auch auf einem Zufall beruhen.

Der Verband der Amerikanischen Getränke-Hersteller reagierte empört auf die Studie und betonte, dass Aspartam in zahlreichen Untersuchungen als unbedenklich eingestuft wurde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)