25. Oktober 2012
Es könnte ein Durchbruch in der Therapie von Erbkrankheiten sein.
US-Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, das komplette Erbgut in den Mitochondrien einer Eizelle auszutauschen. Sie verpflanzten dafür den Kern einer Eizelle in die Hülle einer anderen. Auf diese Weise konnten sie krankmachende Gene in den Mitochondrien durch gesunde ersetzen. Mitochondrien sind kleine Teilchen außerhalb des Zellkerns, die ausschließlich Erbgut der Mutter enthalten. Durch sie können Krankheiten wie Taubheit, Diabetes und Herzkrankheiten vererbt werden.
Den Wissenschaftlern aus Oregon gelang es nach eigenen Angaben, einige der veränderten Eizellen zu befruchten und gesunde Frühstadien von Embryonen daraus zu züchten. Weil mit der Methode aber nicht nur das Erbgut der Eizelle verändert wird, sondern auch das von Nachkommen, sind solche Eingriffe in den meisten Ländern verboten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)