25. Oktober 2012

Goldener Schnitt war schon in der Eiszeit bekannt

Auch in der Eiszeit kannten Künstler offenbar schon den Goldenen Schnitt.

Das zeigen Gravuren auf Schieferplatten, die mit einem 3D-Verfahren neu vermessen wurden. Die gravierten Platten sind mehr als 15.000 Jahre alt und wurden schon vor rund 40 Jahren in Gönnersdorf im Rheinland ausgegraben. Sie zeigen vor allem Tiere, Frauen und Schriftzeichen. Erst jetzt stehen Archäologen hochauflösende 3D-Scans der Gravuren zur Verfügung.

Erste Auswertungen des Archäologischen Zentrums in Neuwied ergaben, dass die Künstler in der Eiszeit nach ähnlichen ästhetischen Regeln arbeiteten wie Künstler heute. Dazu gehört der Goldene Schnitt, nach dem Dinge im Bild immer im gleichen proportionalen Verhältnis angeordnet sind. Die Ärchäologen folgern daraus, dass sich der menschliche Sinn für Ästhetik über tausende Jahre nicht verändert hat.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)