26. Oktober 2012
Das Fischen vor dem zerstörten Atommeiler von Fukushima ist immer noch verboten.
Und das ist auch gut so. Denn Daten eines US-amerikanischen Forschungsinstituts legen nahe, dass viele Meeresbewohner weiterhin stark mit radioaktivem Cäsium belastet sind. Die Wissenschaftler berichten im Fachmagazin "Science", in der Region um Fukushima variierten die Werte sehr stark. Besonders Fische, die vor der Küste in Nähe des Meeresbodens lebten, seien stark belastet. Das lasse darauf schließen, dass dies auch die Quelle für die Kontamination sei. Denn, so ein Experte, Cäsium bleibe nicht lange im Körper von Salzwasserfischen, sie müssten es also ständig neu aufnehmen. Je nach Art sei der Grad der Verseuchung aber sehr unterschiedlich. Das mache es den Behörden sehr schwer zu entscheiden, wann welche Fischerei wieder erlaubt werden könne und welche man ganz verbieten müsse.
Außerhalb der Küstengewässer hat das japanische Fischereiministerium alle Verbote bereits aufgehoben - dort liegt die Kontamination nach Angaben der Behörde unter den Grenzwerten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)