26. Oktober 2012
Eine Firma, die es in Wirklichkeit nicht gibt, und die dann auch noch angibt, giftige Stoffe zu verwenden -
auch solche Unternehmen schaffen es offenbar, für ihre Produkte in Europa Zulassungen zu bekommen. Das "British Medical Journal" und der "Daily Telegraph" haben aufgedeckt, wie viele Zertifizierungsstellen arbeiten. Die Journalisten haben so getan, als seien sie ein Hersteller künstlicher Hüftgelenke und würden eine Zulassung beantragen wollen. Aus ihren gefälschten Unterlagen ging hervor, dass die Prothese giftige Metallionen absonderte und bald brechen könnte. Dennoch erhielten sie bei 14 Stellen in fünf Ländern ein Zertifikat.
Jürgen Windeler, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, sagte der "Süddeutschen Zeitung", man müsse sich schon fragen, warum Arzneimittel staatlich kontrolliert würden, Medizinprodukte jedoch nur privatwirtschaftlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)