26. Oktober 2012
Um die Apartheid in Südafrika zu überwinden, brauchte die Partei auch die Arbeiterklasse. Doch heute ist das anders.
Das glaubt der südafrikanische Politikberater Moeletsi Mbeki. In der "Frankfurter Rundschau" kritisiert er die Haltung der Regierungspartei ANC in seiner Heimat. Sie nütze nur den schwarzen Eliten, nicht aber der breiten Bevölkerung. Das zeige sich auch im aktuellen Konflikt mit den Minenarbeitern. Die Partei habe sich mit den Gewerkschaftern verbündet, deshalb fühlten sich die Arbeiter von ihnen abgelehnt. Der ANC rüste sich bereits für einen Konflikt mit der armen Bevölkerung, etwa, in dem er die Polizei näher an sich gebunden habe. Nach den tödlichen Zusammenstößen an der Mine Marikana erwartet Mbeki weitere Konflikte und auch Todesopfer.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)