26. Oktober 2012
Mäuse denken sogar im Schlaf.
Neuro-Wissenschaftler aus Heidelberg und Mannheim haben herausgefunden, dass eine bestimmte Nervenzellgruppe bei Mäusen andauernd aktiv ist. Es handelt sich um die Schnittstelle zwischen Großhirnrinde und Hippocampus. Sie ist dafür verantwortlich, dass Informationen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis übergehen.
Bisher war man davon ausgegangen, dass diese Schnittstelle immer dann aktiv ist, wenn sie Impulse von der Großhirnrinde bekommt - und dass sie anschließend pausiert. Die Messungen der Forscher ergaben jetzt aber, dass die Neuronen aktiv bleiben - so als würden sie sich an etwas erinnern, was die Großhirnrinde gesagt hat.
Die Wissenschaftler meinen, dass bisherige Theorien über die Gedächtnisbildung im Schlaf überdacht werden müssen. Das könnte auch wichtig für die Alzheimer-Forschung sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)