29. Oktober 2012

Ultraflache Linse erfunden

Smartphones so flach wie Kreditkarten.

Das ist das Ziel, dem US-Wissenschaftler der Harvard Universität mit der Erfindung eines neuartigen optischen Systems näher gekommen sein wollen. Sie berichten im Journal "Nano Letters" von der Entwicklung einer verzerrungsfreien Linse. Diese sei nur 60 Nanometern dick und damit 1.500-mal dünner als ein menschliches Haar.

Bei der Herstellung beschichteten die Forscher eine durchsichtige Siliziumscheibe mit einer Goldschicht. Teile des Belags trugen sie anschließend ab, sodass V-förmige Nanostrukturen entstanden, die das Licht brechen. Neben ihrer flachen Struktur hat die Linse damit einen weiteren Vorteil: Bei ihr wird das Licht bereits an der Oberfläche gebrochen und nicht erst - wie etwa bei herkömmlichen Linsen - während es die Linse passiert.

Die Wissenschaftler glauben, dass ihre flache Linse eines Tages etwa im Verteiler für Glasfasernetze oder in Handy-Kameras genutzt werden kann.

http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/nl302516v

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)