29. Oktober 2012
Jedes Jahr werden in Südamerika etwa vier Millionen Hektar Wald abgeholzt - unter anderem, weil Landwirte mehr Fläche brauchen.
Dadurch gehen riesige Kohlendioxid-Speicher verloren. Um das zu verhindern, haben Biologen der Technischen Universität München ein neues Landnutzungskonzept entwickelt. Sie meinen, damit ließen sich hohe Erträge aus intensiver Landwirtschaft mit dem Klima- und Umweltschutz verbinden. Die Wissenschaftler schlagen vor, dass Landwirte in Südamerika künftig keine großflächigen Monokulturen mehr pflanzen. Stattdessen sollen sie unterschiedliche Feldfrüchte auf kleineren Ackerparzellen anbauen - und dazwischen einen kleinen Teil ihrer Fläche für Wald und Hecken reservieren.
Die Parzellen könnten den Forschern zufolge so groß sein, dass weiter eine Bewirtschaftung mit Erntemaschinen möglich ist. Gleichzeitig würden die Waldflächen klimaschädliches CO2 binden. Das, so die Forscher, sei zwar erstmal teurer. Langfristig sei die Bilanz für die Landwirte aber günstiger, weil sie nicht alles auf eine Karte setzten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)