30. Oktober 2012

Brustkrebs-Screening: Britische Studie befürwortet Vorsorge

Ist ein Brustkrebs-Screening sinnvoll oder nicht?

Über diese Frage wird unter Ärzten, Patienten und Forschern heftig gestritten. Für die einen ist die Vorsorgeuntersuchung eine Möglichkeit, Krebs frühzeitig zu erkennen. Die anderen argumentieren, dass deshalb auch viele Geschwüre operiert werden, die eigentlich harmlos waren. Eine unabhängige Metastudie aus Großbritannien schlägt sich nun auf die Seite der Screening-Befürworter. Die Autoren räumen zwar ein, dass die Methode zu häufigen Fehldiagnosen und Über-Behandlungen führt. Aber solange es keine bessere Methode gebe, sei eine regelmäßige Untersuchung der beste Weg, um die Überlebenschancen von Patientinnen zu maximieren. Nach Schätzungen der Forscher werden in Großbritannien durch die Maßnahme jedes Jahr 1.300 Todesfälle verhindert und es kommt zu 4.000 überflüssigen Brustkrebs-Behandlungen.

Die Autoren fordern, Patientinnen künftig besser über Vorteile und Risiken von Vorsorgeuntersuchungen zu informieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)