30. Oktober 2012

Armutsforscher : US-Wahlkampf blendet das Thema Armut aus

Heute wird man in den USA nicht mehr vom Tellerwäscher zum Millionär.

Es sei eher umgekehrt, meint der Armutsforscher Christoph Butterwegge von der Universität Köln. Man werde vom Kleinaktionär zum Müllsammler, sagte er im "Deutschlandradio Kultur". Fast 50 Millionen US-Bürger lebten unterhalb der Armutsgrenze. Im Wahlkampf werde das Thema Armut aber weggedrängt, weil arme Menschen kaum wählen gingen.

Nach Ansicht von Butterwegge sind die USA keine richtige Demokratie mehr, sondern eine Plutokratie - eine Herrschaft der Reichen. Viel stärker als in Deutschland gelte Reichtum dort als Belohnung für Leistungsträger und Armut als Strafe für Leistungsverweigerer.

Das Interview zum Anhören gibt es hier.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)