30. Oktober 2012
Seine Bücher heißen "Politik der Würde" oder "Über Kompromisse und faule Kompromisse".
Darin versucht der israelische Philosoph Avishai Margalit nicht nur distanziert zu analysieren, sondern immer wieder Geschichten einzubauen. Im Interview mit der Zeitschrift des Forschungsinstituts für Philosophie in Hannover sagte Margalit, er unterscheide zwischen zwei Arten von Philosophen: den Erklärern und den Erhellern. Die ersten beriefen sich ständig auf Definitionen, die zweiten verweisen auf Beispiele. Er, so Margalit, zähle sich zur zweiten Gruppe und sei ein Geschichtenerzähler.
Von der politischen Philosophie fordert er, die Globalisierung stärker zu berücksichtigen. Man könne nicht mehr nur noch auf Nationalstaaten schauen, sondern müsse beachten, dass Organisationen "ohne Grenzen" immer wichtiger würden.
Avishai Margalit erhielt in diesem Jahr den "Philosophischen Buchpreis".
Das Interview findet sich auf Seite 25 im Journal des Forschungsinstituts.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)