30. Oktober 2012

Vornamenstudie: "Kevin" gar nicht so schlimm

Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose.

Dieses harte Urteil, das einmal eine Grundschullehrerin gefällt haben soll, ist falsch. Das meinen zumindest Sprachwissenschaftler der Universität Leipzig. In einer Studie kommen sie zu dem Ergebnis, dass auch viele Akademiker solche Namen tragen. Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet, werteten sie die Namen früherer Leipziger Studenten aus. Darunter seien 380 Peggys, fast genau so viele Mandys und mehr als 200 Ronnys gewesen.

Die Oldenburger Erziehungswissenschaftlerin Astrid Kaiser erklärt, warum diese Namen gerade in Ostdeutschland so populär sind: Das habe auch politische Gründe. Vor dem Mauerfall hätten sich viele DDR-Bürger nach dem Westen gesehnt, vor allem nach den USA. Entsprechend häufig hätten sie ihre Kinder Robby oder Sandy genannt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)