31. Oktober 2012

Rückspiegel: Vor 20 Jahren betont der Papst die Pflicht der Theologen sich regelmäßig über die Wissenschaft zu informieren

Im "Rückspiegel" blicken wir heute auf eine Rede von Papst Johannes Paul II.

Vor 20 Jahren betonte er, dass es eine Pflicht der Theologen sei, "sich regelmäßig über die wissenschaftlichen Ergebnisse zu informieren, um eventuell zu prüfen, ob sie diese in ihrer Reflexion berücksichtigen oder ihre Lehre anders formulieren müssen." Anlass dieser Worte war die Übergabe des Abschlussberichts der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften über Galileo Galilei. Über diesen Fall war schon Ewigkeiten diskutiert worden. Das Gutachten führte später zur Rehabilitation von Galilei.

Der Naturwissenschaftler lebte von 1564 bis 1642. Und er vertrat eine Meinung, die nicht ins damalige kirchliche Weltbild passte: Die Erde stehe nicht im Mittelpunkt des Universums. Dort befinde sich die Sonne, um die sich alle Planeten drehten. Und dafür musste sich Galilei verantworten. Das Inquistionsgericht sprach ihn schuldig. Die Strafe: Hausarrest und Lehrverbot - und zwar lebenslang.

Zwei Tage nach der Ansprache des Papstes wurde Galilei am 02. November 1992 formell von der römisch-katholischen Kirche rehabilitiert.

Hier geht´s zu der Ansprache des Papstes des damaligen Papstest:

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)