31. Oktober 2012

Ärzteverbände wollen ihre Rolle während des Nationalsozialismus weiter aufarbeiten

Die Ärzteschaft will sich weiter kritisch mit ihrer Beteiligung an den Verbrechen der Nationalsozialisten auseinandersetzen.

Deswegen haben die Bundesärztekammer, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und das Bundesgesundheitsministerium zum vierten Mal einen Forschungspreis ausgeschrieben. Wie das Ministerium erklärte, können wissenschaftliche Arbeiten zur Geschichte der Mediziner während der NS-Diktatur eingereicht werden.

Ärzte hätten aktiv an der systematischen Ermordung von Kranken mitgewirkt und sich schwerwiegender Verbrechen schuldig gemacht. Allerdings sei die Rolle der Ärzteschaft noch nicht ausreichend aufgearbeitet worden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Zuletzt erhielt den Preis unter anderem Susanne Rueß. In ihrer Dissertation beschrieb sie anhand von Einzelschicksalen das Unrecht in der NS-Diktatur, das an jüdischen Ärzten begangen wurde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)