31. Oktober 2012

Türkische Migranten: Zweite Generation laut Studie besser integriert als die erste

Besser integriert, besser ausgebildet, besserer Job.

Das Essener Zentrum für Türkeistudien zeichnet ein positives Bild von der zweiten und dritten Generation türkischer Migranten. In einer heute vorgestellten Studie kommt es zu dem Schluss, dass der "unreflektierten Rede von gescheiterter Integration" entgegengetreten werden müsse.

Die einzelnen Zahlen sehen dann aber weniger rosig aus. Zwar hat tatsächlich die Hälfte aller Türken, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, eine höhere Schulbildung als ihre Eltern. Viele von ihnen lernen danach aber keinen Beruf: In der zweiten Generation sind es 32 Prozent, in der dritten sogar 46. Ein Negativ-Trend also, den Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Guntram Schneider mit der Situation auf dem Ausbildungsmarkt erklärt: Viele Unternehmer stellten lieber Deutsche ein.

Bedenklich finden die Studien-Autoren die geringe Bereitschaft der türkischen Migranten, sich in Deutschland einbürgern zu lassen. 81 Prozent wollten ihren türkischen Pass behalten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)