1. November 2012
Es ist die Horrorvorstellung eines jeden Patienten, der kurz vor einer Operation steht: Die Narkose reicht nicht und man wacht zu früh auf.
Mediziner der Universitätsklinik in Halle an der Saale haben nun durch Zufall entdeckt, wie ein mögliches Frühwarnsystem funktionieren könnte. Wie sie im Fachmagazin "Journal of Neurosurgical Anesthesiology" berichten, ist es üblich, bei einer Operation an der Schädelbasis dem Patienten Elektroden an Schlund- und Rachenmuskeln anzubringen. Die Mediziner beobachteten immer ein paar Minuten vorm Erwachen der Patienten, dass die Muskeln in diesem Bereich aktiv wurden. Daraufhin entwickelten sie eine spezielle Software, mit der Patienten in Zukunft überwacht werden können. Die Mediziner haben die Software bereits an 23 Patienten erfolgreich getestet, längere und ausführliche Tests sollen nun folgen.
Laut der Mediziner ist die Wahrscheinlichkeit, während einer OP aufzuwachen, sehr gering: Statistisch gesehen liegt sie bei eins zu 14.000. In bestimmten Risikogruppen erhöhe sie sich aber auf eins zu hundert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)