1. November 2012

Verleumdungsklage: Australier siegt vor Gericht gegen Google

Er wollte bei der Google-Suche nicht länger im Zusammenhang mit Verbrechen auftauchen.

Jetzt hat ein Australier vor dem höchsten Gericht des Landes erfolgreich gegen den Konzern geklagt. Der aus Serbien stammende Mann sah seinen Ruf beschädigt, weil zum Beispiel bei der automatischen Vervollständigung hinter seinem Namen das Wort "Unterwelt" auftauchte. Außerdem finde man über die Bilder-Suche vor allem Fotos von verurteilten Mördern und Drogendealern. - Hintergrund ist australischen Medienberichten zufolge, dass der Mann 2004 angeschossen wurde. Seitdem tauchten solche Suchergebnisse auf.

Google hatte argumentiert, die Suchmaschine sei nicht selbst Urheber der Inhalte. Die Richter entschieden aber, dass das Unternehmen etwas hätte ändern müssen, als der Mann sich beschwerte. Wieviel Schadenersatz er bekommt, steht noch nicht fest. Außerdem kann Google noch in Berufung gehen.

In Deutschland hatte Bettina Wulff im September Klage gegen Google eingereicht. Sie will erreichen, dass ihr Name bei der Suche nicht mehr mit Worten wie "Escort" verknüpft wird.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)