1. November 2012
Dass wir uns über die Zukunft Gedanken machen, liegt vor allem daran, dass wir nicht glauben, dass die Welt bald untergeht.
Das war nicht immer so. Der Geschichtsprofessor Lucian Hölscher von der Ruhr-Universität Bochum hat festgestellt, dass die meisten Sprachen bis vor 300 Jahren keine Verbform für die Zukunft besaßen. Erst als die Welt über Generationen doch nicht unterging und außerdem die modernen Wissenschaften entstanden, habe man angefangen, langfristig zu denken. Mittlerweile glaubten die Menschen nicht mehr an große Zukunftsentwürfe. Die nächste Utopiewelle könnte es laut Hölscher aber in etwa zehn Jahren geben.
Mehr zum Thema hören Sie in der Sendung "Studiozeit" im Deutschlandfunk, heute abend um 20.10 Uhr.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)