5. November 2012
Manche Kinder dürfen Mittag essen, die anderen dürfen: zusehen.
Dieses Szenario könnte sich auf der schwedischen Insel Öland abspielen. Dort hat die Kommune Borgholm beschlossen, dass Kinder von Asylbewerbern kein Schulessen bekommen. Dagegen protestieren jetzt 21 Köche aus ganz Schweden in einem offenen Brief. Wie die Zeitung "Dagens Nyheter" berichtet, fordern sie, die Regel sofort aufzuheben.
Warum Asylbewerber-Kinder kein Essen bekommen, begründeten zwei öländische Politiker gegenüber der Zeitung so: Wegen der unterschiedlichen Nationalitäten und Nahrungsgewohnheiten sei es schwierig, den Bedarf der Schulen zu kalkulieren.
Das Schulessen wird in Schweden seit vielen Jahrzehnten aus staatlichen Mitteln bezahlt. Im Schulgesetz ist für mittags eine "nahrhafte Mahlzeit" vorgesehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)