5. November 2012
Diese Jagd ist ziemlich aussichtslos:
Manche Hunde verfolgen stundenlang ihren eigenen Schwanz. Dieses Verhalten haben finnische Forscher näher untersucht - darüber berichtet das Magazin "Scientific American". Die Wissenschaftler vermuten hinter dem Verhalten ähnliche Prozesse wie bei Menschen mit Zwangsstörungen. In ihrer Studie befragten sie gut 350 Hundebesitzer in Finnland. Gut die Hälfte der Tiere biss sich in den eigenen Schwanz, die andere Hälfte nicht - sie diente als Kontrollgruppe. Die Forscher berichten, das zwanghafte Verhalten sei bei manchen Rassen häufiger als bei anderen. Das lasse auf genetische Ursachen schließen.
Sie planen noch weitere Studien und hoffen, dass die Ergebnisse dabei helfen könnten, ähnliche psychische Störungen bei Menschen besser zu verstehen. Andere Wissenschaftler glauben nicht recht daran. Ein australischer Neurologe sagte "Scientific American", Hunde versuchten anders als Menschen nicht, Zwangsverhalten zu vermeiden. Deswegen könne man beides nicht gleichsetzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)