5. November 2012

Das Betreuungsgeld in Finnland, Norwegen und Schweden

Das Betreuungsgeld geht vor allem an Mütter mit geringem Einkommen, niedrigem Bildungsniveau und Migrationshintergrund.

Das sind Erfahrungen aus Finnland, Norwegen und Schweden, wo es das Betreuungsgeld teilweise bereits seit mehr als 20 Jahren gibt. In einer Politikanalyse der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung werden die Zahlungen an Elternteile, die ihre Kinder nicht in eine staatliche Betreuungseinrichtung geben, größtenteils negativ bewertet. So heißt es in der Studie vom April dieses Jahres, das Betreuungsgeld habe die Teilnahme von Müttern am Arbeitsmarkt verringert. In Finnland wurde demmanch 2007 für 52 Prozent der ein- und zweijährigen Kinder Betreuungsgeld gezahlt. In Norwegen bezogen 25 Prozent der Eltern die Zahlungen. In Schweden entscheiden die Kommunen, ob sie die Zahlungen leisten oder nicht. In den Kommunen, die sich dafür aussprachen, haben 2011 knapp 5 Prozent der Eltern einen entsprechenden Antrag gestellt.

Der Link zur FES-Studie

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)