5. November 2012

Wissenschaftler dürfen Zwergmenschen nicht Hobbits nennen

Sie wurden als Hobbits bekannt: indonenische Zwergmenschen, die vor mehr als 18.000 Jahren lebten und deren Skelette Wissenschaftler 2003 entdeckt hatten.

Aber wenn es nach dem Willen der Nachlassverwalter des Autors J.R.R. Tolkien geht, sollen sie nicht mehr so genannt werden - zumindest nicht öffentlich. Die Rechte-Inhaber haben es einem neuseeländischen Forscher verboten, das Wort "Hobbit" in einer Vorlesung zu nutzen. Wie mehrere Medien berichten, sollte es um eine kostenlose öffentliche Vorlesung über die Frühmenschenart gehen. Die Spezies heißt zwar offiziell Homo floresiensis, wird aber inoffiziell "Hobbit" genannt. Tolkien hat Hobbits zwar durch den gleichnamigen Roman und seine Saga "Herr der Ringe" weltweit bekannt gemacht - doch ob er den Namen erfunden hat, ist umstritten. Literaturwissenschaftler wollen das Wort bereits Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt haben - vierzig Jahre bevor Tolkien seinen "Hobbit"-Roman schrieb.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)