5. November 2012

Der Kuhhandel - kleinliches Aushandeln von Kompromissen

Das Wort ist heute häufig zu hören: Kuhhandel.

Damit wird meist abwertend das kleinliche Aushandeln von Kompromissen bezeichnet, gerne auch in der Politik. Wenn zum Beispiel eine Seite ihren Vorschlag für ein Betreuungsgeld durchsetzen kann und dafür die andere Seite die Praxisgebühr abschaffen darf, sprechen einige von Kuhhandel. Die Bezeichnung für solche Abmachungen gibt es schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts.

Der Begriff geht tatsächlich auf den Viehhandel zurück. Er bezeichnet das Feilschen und Betrügen beim Rinder- und Pferdekauf. Listige Händler veräußerten ihre Tiere als jünger, kräftiger und damit teurer, als sie eigentlich waren. Ob man ein gutes Geschäft gemacht hatte, wusste nach dem Handel eigentlich keiner so richtig.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)