5. November 2012

Pharmafirmen suchen Kompromiss mit Griechenland - Medikamente wurden wegen Finanzlage nicht mehr geliefert

Zuletzt hieß es, wegen der angespannten Finanzlage gingen Griechenland die Medikamente aus.

Weil das Gesundheitsministerium nicht zahlen konnte, haben manche Pharmakonzerne ihre Medikamenten-Lieferungen eingestellt. Jetzt will die Branche der griechischen Regierung entgegenkommen. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert ein Schreiben des europäischen Pharmaverbandes Efpia. Demnach sollen die Rechnungen der Medikamenten-Hersteller in diesem Jahr insgesamt nicht höher als 2,9 Milliarden Euro sein. Im Gegenzug solle Griechenland seine Schulden bei den Unternehmen begleichen und zusichern, dass es nicht zu weiteren Zahlungsschwierigkeiten kommt.

Weil Griechenland fast alle wichtigen Arzeimittel importiert und Ärzte vor allem teure Originalpräparate verschreiben, gibt das Land relativ viel Geld für Medikamente aus.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)