5. November 2012
Ob sich eine Internetseite schnell oder langsam öffnet, liegt nicht am Anbieter, sondern am Empfänger.
Technisch wäre es aber auch umgekehrt möglich, schließlich könnten Netzbetreiber auch Geld von den Anbietern verlangen, damit sie deren Inhalte schnell übertragen. Die Diskussion darüber heißt Netzneutralität, in den USA wird das Thema schon länger diskutiert. Auch die Europäische Union berät darüber, wie sie mit dem Thema umgehen soll. Cara Schwarz-Schilling leitet dazu eine Arbeitsgruppe und informierte heute Abgeordnete des Bundestages über die Pläne der EU. Ihr zufolge ist die Staatengemeinschaft grundsätzlich gegen eine Vorzugsbehandlung für bestimmte Angebote im Netz. Netzneutralität sei aber nicht das oberste Ziel. Unter bestimmten Voraussetzungen sei die Einführung von verschiedenen Geschwindigkeitsklassen durchaus möglich. Derzeit würden zum Beispiel Dienste verlangsamt, die Konkurrenzprodukte der Netzbetreiber anböten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)