6. November 2012

Kollektiver Zelltod - Wie Blindmäuse sich vor Krebs schützen

Blindmäuse gehören zu den wenigen Tieren auf der Erde, die niemals an Krebs erkranken.

Ein internationales Forscherteam hat jetzt herausgefunden, warum das so ist. Wie sie im Fachmagazin "PNAS" berichten, kann das Immunsystem der Mäuse sozusagen die Notbremse ziehen, wenn es ein anormales Zellwachstum feststellt. Dafür schütten sie den Signalstoff Interferon aus, der innerhalb kürzester Zeit ganze Zellkulturen auslöscht, also für einen kollektiven Zelltod sorgt. Für die Studie hatten die Forscher Bindegewebszellen aus Lunge und Haut der Blindmäuse entnommen und dann auf Nährmedien weitergezüchtet. Blindmäuse leben ausschließlich in unterirdischen Gängen oder Bauten und werden bis zu 21 Jahre alt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)