6. November 2012
Bangladesch ist ein Land mit 152 Millionen Einwohnern, doch nur fünf Millionen haben einen eigenen Internetzugang.
Vor allem auf den Dörfern hatten viele einen Computer bis vor kurzem noch nicht einmal gesehen. Laut der Nachrichtenagentur AP haben die "Info-Ladies" das geändert. Sie radeln seit einigen Jahren mit Laptop von Ort zu Ort und bringen das Internet so auch in die entlegensten Dörfer von Bangladesch - gegen Geld, versteht sich, denn sie verdienen damit ihren Lebensunterhalt.
So kostet es zum Beispiel umgerechnet 1,90 Euro, eine Stunde lang zu skypen. Ein Service, der gerne von Frauen genutzt wird, deren Männer im Ausland arbeiten. Jugendliche chatten mit ihren Freunden auf Facebook. Oder sie stellen online einen Antrag auf Aufnahme in die Oberschule. Für umgerechnet zehn Cent hilft ihnen die Info-Lady auch dabei.
Die Idee zu dem Projekt stammt von der Entwicklungshilfeorganisation D.Net. Sie bildet die Info-Ladies aus und verschafft ihnen ein Darlehen für die Anschaffung von Fahrrad und Laptop.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)