6. November 2012

Junge Ärzte behandeln teurer

Junge, unerfahrene Ärzte sind für das Gesundheitssystem teuer.

Das legt eine amerikanische Studie nahe, die im Fachblatt "Health Affairs" veröffentlicht wurde. Sie bezieht sich auf Daten privater Versicherer im US-Bundesstaat Massachusetts über mehr als 12.000 Ärzte. Mediziner mit weniger als zehn Jahren Berufserfahrung verursachen demnach die höchsten Kosten, nämlich pro Patient 13 Prozent mehr als die älteste Gruppe.

Denkbar sind verschiedene Erklärungen: So könnte es sein, dass die jüngeren Ärzte besser über moderne - und oft teure - Behandlungsmethoden informiert sind. Möglich wäre aber auch, dass sie aus Unsicherheit zu schwereren Eingriffen neigen.

Die Daten haben auch politische Relevanz, weil ein neues Gesetz in den USA vorsieht, Ärzte mit hohen Ausgaben künftig finanziell schlechter zu stellen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)