6. November 2012

Beschwerden über Werbung vor allem wegen Frauenfeindlichkeit

Mit Frauen wird weiterhin gern geworben - nur oft auch auf deren Kosten.

Beim Deutschen Werberat war der Grund für die meisten Beschwerden im vergangenen Jahr Frauenfeindlichkeit. Insgesamt gingen bei der Organisation rund 260 Beschwerden ein, rund 90 davon wurden als begründet angesehen. Bei einem Drittel der Fälle ging es um die Beleidung von Frauen, bei weiteren zehn Prozent um die Diskriminierung anderer Personengruppen.

So beanstandete der Werberat zu Beispiel einen Spot eines Bettenanbieters mit einem nur leicht bekleideten Paar. Geworben wurde mit dem Slogan "Wer einmal drin war, will nie wieder raus". Der Werberat kam zu dem Schluss, der weibliche Körper diene hier nur als sexuelles Objekt ohne Bezug zu den Betten in der Werbung.

Der Deutsche Werberat soll bei Beschwerden über Werbung der Vermittler zwischen Beschwerdeführern und den Werbeunternehmen sein. Nach Angaben des Rates zogen die Unternehmen beanstandete Werbung zurück oder veränderten sie.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)