6. November 2012
Eine stetig wachsende Wirtschaft, korrupte Politiker und im ganzen Land Millionen von Wanderarbeiter.
In China gerät das Vertrauen in den Sozialismus zunehmend ins Wanken. Das behauptet der französische Politikwissenschaftler Jean-Philippe Béja im Gespräch mit der Nachrichtenagentur afp. Die chinesische Führung suche deshalb nach anderen Wegen der Legitimation - das sei in erster Linie der Nationalismus. Hauptfeindbild sei Japan.
Roderick MacFarquhar von der Harvard-Universität warnt: Der wachsende chinesische Nationalismus könne zum zweischneidigen Schwert werden. Er könnte sich nämlich auch gegen die aktuelle Regierung richten.
Übermorgen beginnt die Kommunistische Partei in China ihren Parteitag. Dabei soll auch eine neue Führungsspitze ernannt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)