6. November 2012

Auf Friedhöfen wird zu viel gegossen

Bei der Pflege des Grabes eines Toten meinen es viele Angehörige offenbar zu gut.

Nach Forschungen der Universitäten Kiel und Kassel wird auf deutschen Friedhöfen zu viel gegossen. Auf einer Fachtagung hieß es, zu viel Wasser für die Friedhofsblumen flute die Gräber. Dabei würden die Poren des Bodens verstopft, so dass zu wenig Sauerstoff eindringe. Am Ende sorgt das nach Angaben der Forscher dafür, dass die Leichname im Grab nicht verwesen.

Auf der Tagung hieß es, bis zu 40 Prozent der Friedhöfe in Deutschland hätten Probleme mit Wachsleichen. Das sind Leichname, die nahezu unverändert bleiben.

Empfohlen wird, auf Friedhöfen Stauden zu pflanzen. Sie wurzelten tief und müssten deshalb seltener gegossen werden. Außerdem sollte unmittelbar nach dem Begräbnis die Erde nicht festgetreten werden, damit genug Sauerstoff in das Grab gelangt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)