6. November 2012

Googles Algorithmen spielen eine Rolle im US-Wahlkampf

Google beeinflusst unser Leben. Aber auch den US-Wahlkampf?

Nach einer Untersuchung des "Wall Street Journal" scheint das so zu sein. Die Zeitung bat Testpersonen, zuerst die Namen "Obama" oder "Romney" zu googeln und anschließend Begriffe wie "Iran" oder "Homo-Ehe". Im ersten Fall verband Google die beiden Suchen und lieferte sogenannte angepasste Ergebnisse - mit dem Hinweis: "Sie haben vor kurzem nach Obama gesucht." Im Fall Romney passierte das nicht.

Das "Wall Street Journal" betont, es gebe keine Hinweise darauf, dass Google die Ergebnisse absichtlich in eine Richtung lenke. Vielmehr liege das an dem benutzten Algorithmus. Er führt Google-Nutzer, die zum Beispiel vor kurzem die Amazon-Seite besucht haben, wieder dorthin, wenn sie einen Buchtitel eingeben.

Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte diesen Zusammenhang. Es gebe eben mehr Nutzer, die kurz hintereinander "Obama" und "Iran" eintippten, als solche, die nach "Romney" und "Iran" suchten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)