7. November 2012

Zerstörung des Great Barrier Reefs begann vor über 100 Jahren

Das größte Korallenriff der Erde stirbt ab.

Darüber wird seit der Jahrtausendwende immer wieder berichtet. Die Zerstörung des Great Barrier Reefs begann aber schon viel früher - nämlich vor gut 140 Jahren. Das schreiben australische Forscher im Fachjournal "Proceedings B" (DOI: 10.1098/rspb.2012.2100). Sie nahmen Proben auf der Pelorus-Insel im Zentrum des Great Barrier Reefs und bestimmten die Arten und das Alter der abgestorbenen und der noch lebenden Korallen.

Heraus kam, dass die Riffe bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem von Steinkorallen der Gattung Acropora aufgebaut wurden. Sie waren dick und verzweigt. Heute wachsen eher andere Arten, die dünner und weniger komplex sind. Ein Großteil der Steinkorallen starb außerdem zwischen 1920 und 1955 ab. Die Forscher machen dafür Siedler verantwortlich, die sich um 1870 an der australischen Küste niederließen. Düngemittel aus der Landwirtschaft könnten die Korallen geschwächt haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)