7. November 2012

Fingerabdrücke werden durch neue Methode besser sichtbar

Geldscheine, Verträge, Zeitungen, Notizzettel - auf Papier kommen Fingerabdrücke am häufigsten in die Labore der Kriminaltechniker.

Allerdings sind sie mit gängigen Methoden nur in etwa der Hälfte der Fälle sichtbar zu machen. Ein neues Verfahren aus Israel soll das nun ändern. Es setzt nicht wie bisher auf das Rillenmuster aus Schweiß, das der Finger auf dem Papier hinterlässt. Stattdessen markieren spezielle Nanoteilchen das Papier, das zwischen den Rillen unberührt blieb. Wie die Forscher in einem Fachblatt berichten ("Angewandte Chemie"), entsteht so ein umgekehrtes Bild des Abdrucks, ähnlich einem Fotonegativ. Die neu entwickelten Nanopartikel haften demnach direkt am Papier. Die Methode funkioniere deshalb auch bei sehr schwachen Abdrücken, ungünstigen Schweiß-Spuren und sogar bei Papier, das nass geworden ist.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)