7. November 2012
Riesige Asteroiden, die auf der Erde einschlugen, werden häufig für größeres Artensterben verantwortlich gemacht.
So vermuteten Wissenschaftler bislang auch, dass das Artensterben in der Trias-Zeit vor 215 Millionen Jahren auf einen Asteroideneinschlag zurückzuführen sei. Neueste Forschungen zeigen aber, dass das offenbar nicht stimmt. In Sedimenten aus der Tiefsee vor Japan haben Wissenschaftler zwar Spuren eines gewaltigen Asteroidentreffers gefunden. Aber nur eine Tierart sei zu genau dieser Zeit auch ausgestorben. Das Massensterben begann erst etwa eine Million Jahre später. Wie die Forscher in einem Fachblatt ("Proceedings of the National Academy of Sciences") berichten, müsse es also einen anderen Auslöser für das Artensterben geben. Möglicherweise seien ein gewaltiger Vulkanausbruch und klimatische Veränderungen verantwortlich dafür.
Der Asteroideneinschlag vor 215 Millionen Jahren war übrigens gewaltig: Der Steinbrocken aus dem All riss einen Krater von 100 Kilometer Durchmesser in die Landschaft. Trümmer verteilten sich quer über den Planeten. Damals waren die Landmassen der Erde noch in einem großen Superkontinent zusammengeschlossen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)