7. November 2012

Studie: Mieten und Wohnungspreise steigen

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung warnt vor einer neuen Spekulationsblase auf dem Immobilienmarkt.

In einer Studie untersuchte das DIW die Entwicklung von Mieten und Wohnungspreisen. Beide sind in den vergangenen fünf Jahren gestiegen - aber die Wohnungspreise weit mehr als die Mieten. Daraus könnten spekulative Blasen entstehen, wenn die Mieten nicht aufholen, heißt es.

Durchschnittlich legten die Wohnungspreise jährlich um 6,5 Prozent zu. Die Mieten stiegen um 1,8 Prozent. In einigen Städten legten die Preise jedoch um mehr als zehn Prozent zu.

Als möglichen Grund für die Entwicklung nannten die Wirtschaftsforscher die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank seit 2008. Die niedrigen Leitzinsen ermöglichen niedrige Zinsen für die Immobilienfinanzierung. Außerdem begünstige die Unsicherheit über eine mögliche Euro-Inflation die Flucht in Sachwerte.

Für die Studie wurden auf Basis von Immobilienanzeigen im Internet Preis- und Mietentwicklung in 25 Großstädten untersucht.

DIW-Wochenbericht:

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)