8. November 2012

Rückspiegel: Vor 125 Jahren wurde das Grammophon zum Patent angemeldet

Im Rückspiegel geht es heute um die Geburt der Schallplatte. Vor genau 125 Jahren, am 8. November 1887, meldete der US-Amerikaner Emil Berliner das Grammophon zum Patent an.

Er legte damit den Grundstein dafür, dass Tonträger industriell gefertigt werden konnten - und Musiker ein breiteres Publikum fanden. Vorher konnte Musik nur auf Walzen aufgenommen werden. Diese ließen sich allerdings nicht vervielfältigen.

Bei Berliners Erfindung wurde die Tonspur dagegen in eine Zinkscheibe mit Wachs eingeritzt und dann mit Säure in das Metall geätzt. Daraus ließen sich wiederum Druckformen herstellen, um Schallplatten aus Schellack zu pressen - ein Material aus natürlichem Harz, Ruß und Gesteinsmehl. Der Schellack wurde einige Jahrzehnte später durch Kunststoff ersetzt - die Schellackplatten konnten schnell spröde werden und brechen.

Das klassische Grammophon zum Abspielen hatte anfangs den typischen Schalltrichter. Später wanderte der ins Innere des Gerätes und wurde ab den 1920er Jahren durch elektrische Verstärker ersetzt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)