8. November 2012

Wilder Arabica-Kaffee droht auszusterben

Trinken wir in siebzig Jahren nur noch erdigen Robusta-Kaffee?

Im schlimmsten Fall könnte es nach der Prognose britischer und äthiopischer Forscher so kommen. Sie haben anhand von Klimamodellen untersucht, wie sich die globale Erwärmung auf die Entwicklung wilden Arabica-Kaffees auswirken wird.

Das Ergebnis steht im Fachmagazin "PLoS ONE": Demnach dürften im günstigsten Fall bis 2080 65 Prozent der geeigneten Standorte für wilden Arabica verloren gehen. Bei einer nahezu ungebremsten Erderwärmung wären es sogar fast hundert Prozent.

Auch für unseren Frühstückskaffee hätte das nach den Worten der Wissenschaftler Folgen. Denn die kommerziellen Sorten seien genetisch stark verarmt. Man brauche die Wildstämme als genetisches Reservoir, um kommerzielle Sorten durch Einkreuzungen gegen Schädlinge, Krankheiten oder Umweltveränderungen zu wappnen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)