8. November 2012
Atommüllager können nur bedingt erforscht werden.
Oft fehlt es an Daten über die Zusammensetzung der Abfälle. Denn Untersuchungen sind wegen der radioaktiven Strahlung gefährlich. Physiker aus Kanada haben jetzt eine Methode entwickelt, bei der Menschen nicht selbst in den Stollen müssen. Stattdessen wird der Atommüll geröngt.
Für die Methode verwenden die Wissenschaftler Myonen. Das sind Elementarteilchen, die Elektronen ähneln, aber eine wesentlich größere Masse haben. Sie können deshalb durch dichtes Material wie Gestein dringen. In früheren Untersuchungen wurden so schon Pyramiden geröngt.
Das Problem, dass sich dabei nur Schattenbilder ergeben, lösen die Forscher mit einem Trick: sie messen die Bahn der Myonen zweimal - beim ersten Auftreffen und beim Verlassen des untersuchten Bereichs. Dadurch bekommen sie ein 3D-Bild. Die Forscher hoffen, das Altlagerstätten jetzt endlich genau untersucht werden können.
Über die Methode berichtet das Online-Magazin "Technology Review".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)