8. November 2012
Bislang sorgt das Ausspähen von Handy-Daten meist für einen Aufschrei unter Datenschützern.
Eine breitangelegte Studie zeigt jetzt, dass eine solche Datensammlung auch Vorteile bringen kann. Ein internationales Forscherteam hat kartographisch erfasst, wie das Reiseverhalten zur Verbreitung von Malaria beiträgt. Dabei nutzten die Forscher anonymisierte Bewegungsdaten von Handys in Kenia. Insgesamt wurden die Ortsinformationen von fast 15 Millionen Kenianern über einen Zeitraum von zwölf Monaten erfasst. Diese Daten verglichen die Wissenschaftler anschließend mit den aktuellen Malaria-Fallzahlen. Dabei stellten sie fest, dass das Sumpffieber im Sommer 2008 erst in der Region um den See Viktoria ausbrach und sich dann östlich ausbereitete. Diese Erkenntnisse sollen künftig helfen die Ursprünge der durch Moskitos übertragenen Krankheit zu bekämpfen.
Das Projekt war der bislang größte Versuch, Mobilfunkdaten zu nutzen, um die Ausbreitung von Krankheiten zu erforschen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)