8. November 2012
Reformen, Reformen und wieder Reformen.
So lautet der Kurs der Politik in China, und dabei wird es auch bleiben. Das glaubt Oskar Weggel vom Hamburger Institut für Asienkunde. Er sprach mit "Deutschlandradio Kultur" über den bevorstehenden Machtwechsel in China. Xi Jinping, der wahrscheinlich neuer Staatschef wird, habe selbst in seiner Jugend noch die Kulturrevolution mitbekommen, aber auch die Wende von 1978, als China angefangen habe, sich zu verändern. Die Vor- und Nachteile von beidem hätten Xi als Politiker geprägt und er sei bereits bekannt als intensiver Reformer.
Weggel sieht dabei aber ein Problem. Chinas Führung wolle einerseits wirtschaftlichen Liberalismus ohne Grenzen und andrerseits politischen Autoritarismus, ebenfalls ohne Grenzen. Beides gehe auf Dauer nicht. Es sei nur eine Frage der Zeit, wie lange sich die Mittelschicht die Mauscheleien und die Korruption des Systems noch gefallen lasse.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)