8. November 2012
Das Hormon Dopamin macht uns nicht nur glücklich - es stärkt auch das Langzeitgedächtnis.
Das haben deutsche Forscher herausgefunden. Wie sie im Fachmagazin "Journal of Neuroscience" schreiben, konnten sie erstmals Indizien dafür in einer Untersuchung bestätigen.
Die Wissenschaftler untersuchten Menschen zwischen 65 und 75 Jahren. Eine Gruppe nahm eine Vorläufersubstanz von Dopamin ein, die andere einen Placebo. In einem Gedächtnistest schauten die Probanden Fotos an, die sie erst nach zwei und dann nach sechs Stunden wiedererkennen sollten. Das Ergebnis: Nach sechs Stunden erkannten die Probanden mit Dopamin bis zu 20 Prozent mehr der Fotos wieder als die Kontrollgruppe. Laut den Forschern bestätigt das die Vermutung, dass Dopamin dazu beiträgt, Erinnerungen im Gehirn dauerhaft zu verankern. Demnach ändert sich beim Ablegen einer Gedächtnisspur etwas an den Nervenenden, den Synapsen. Diese Änderung sei aber nur vorübergehend stabil. Komme jedoch das Dopamin hinzu, dann bestünden die neu geformten Nervenschaltungen länger. Und so könne man sich auch länger an die neue Information erinnern.
Die Studie liefert den Wissenschaftlern zufolge neue Erkenntnisse über die Gedächtnisbildung und trägt auch zum besseren Verständnis der Alzheimer-Erkrankung bei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)