9. November 2012

Maya-Kultur: Neue Analysen erklären Grund des Aussterbens

Die Klimadaten haben gesprochen.

Ein internationales Forscherteam schreibt im Fachmagazin "Science" (DOI: 10.1126/science.1226299), dass Dürreperioden für den Untergang der Maya-Kultur mit verantwortlich waren. Grundlage ihrer Analyse bildeten Kalkablagerungen in einer Tropfsteinhöhle in Mittelamerika. Aus denen seien mit speziellen Methoden Rückschlüsse auf die Regenmenge möglich, die dort niederging. Diese Zeitkarte des Regens verglichen die Forscher mit dem aus Maya-Schriften bekannten Zustand der Kultur.

Daraus ergab sich laut den Forschern ein Muster: Demnach gab es zwischen 400 und 660 eine Periode des allgemeinen Wohlstands. In dieser Zeit sei auch viel Regen gefallen. Danach folgten viele Dürre-Jahre - mit der Folge, dass sich die Maya-Zentralmacht aufgespalten habe. Das endgültige Aus für die einst hoch entwickelte Maya-Kultur fiel den Forschern zufolge schließlich zusammen mit zwei besonders starken Dürreperioden. Sie hätten die bereits stark angegriffene Gesellschaft hart getroffen und so die Maya-Kultur endgültig ausgelöscht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)