9. November 2012

Infrarot statt Röhrchen: Neues Verfahren erkennt Autofahrer mit Alkohol im Blut

"Pusten Sie bitte mal ins Röhrchen?"

Diese Form der Alkoholkontrolle könnte bald Geschichte sein. Denn Forscher der Universität Patras in Griechenland haben ein neues Verfahren entwickelt, um den Alkoholpegel eines Autofahrers zu testen. Statt einem Röhrchen verwenden sie eine Infrarot-Kamera und Bilderkennungsalgorithmen. Angeblich soll es damit möglich sein, Alkoholsünder sogar aus der Ferne zu erkennen - zum Beispiel von der gegenüberliegenden Straße aus.

Grundlage des neuen Verfahrens ist die Erkenntnis der Forscher, dass Alkohol im Blut dazu führt, dass sich manche Zonen im Gesicht stärker erwärmen als andere. Für ihre Tests ließen sie eine Gruppe Probanden jeweils vier Bier trinken. Es zeigte sich, dass anschließend bei fast allen rund um die Nase höhere Temperaturen gemessen wurden als an der Stirn. Eine Wärmebildkamera würde das aufzeigen und den Alkoholkonsum dokumentieren.

Noch ist das Verfahren allerdings nicht auf dem Markt. Die Röhrchen bleiben der Polizei also noch eine Weile erhalten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)