9. November 2012

Medienwissenschaftler: Auch Unterhaltung kann bilden

Text und Schrift sind nicht die einzigen Wege zur Erkenntnis.

Das ist ein Fazit von Medienwissenschaftlern. Wie die "DLF"-Studiozeit berichtet, sind sie im Sammelband "Unterhaltungsrepublik Deutschland. Medien. Politik und Entertainment" der Frage nachgegangen, ob auch Unterhaltung bilden kann. Der Medienwissenschaftler Andreas Dörner nennt hier als Beispiel den "Tatort". Der Krimi lade den Zuschauer ein, sich in den Unterhaltungsmodus zu begeben - "en passent" werde er dann mit gesellschaftlich relevanten Themen konfrontiert. Eine Folge beschäftigte sich zum Beispiel mit aus Afghanistan heimkehrenden Bundeswehrsoldaten.

Ähnlich gut funktioniert es nach Meinung der Wissenschaftler bei der Lindenstraße. Dort gehe es regelmäßig um gesellschaftspolitische Themen wie Migration, Homosexualität und Patientenrechte. In einer Nachmittags-Schmonzette wie "Sturm der Liebe" sehen die Forscher eher einen geringen Bildungszugewinn. Dort geht es um Haarfarben, Diäten und eben um Liebe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)